Hall-U-Sana Ratgeber
Ratgeber: Hallux rigidus, Hallux valgus und die Zeit nach der Operation
Verständlich erklärt, mit Zahlen aus Studien und Nachbehandlungsschemata, geschrieben von Dr. med. Franz Freuler, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie. Jeder Ratgeber nennt seine Quellen.
Was hilft bei Hallux rigidus, dem steifen Großzeh?
Hallux rigidus ist die Arthrose des Großzehengrundgelenks. Der Knorpel nutzt sich ab, am Gelenkrand bilden sich Knochensporne, und der große Zeh lässt sich immer schlechter anheben. Was hilft, hängt vom Stadium ab: früh steife Sohle, Einlage und Physiotherapie, bei Grad I und II eine gelenkerhaltende Operation, bei Grad III und IV die Versteifung. Hallux rigidus ist nicht der Hallux valgus, bei dem der Zeh schief steht, aber beweglich bleibt.
Wie läuft eine Cheilektomie ab und wie sieht die Nachbehandlung aus?
Die Cheilektomie ist die gelenkerhaltende Operation bei Hallux rigidus: Der Chirurg trägt die Knochensporne am Großzehengrundgelenk und das obere Drittel des Mittelfußköpfchens ab, damit sich der Zeh wieder anheben lässt. Der Eingriff ist meist ambulant möglich, der Fuß darf früh belastet werden, die Fäden werden nach etwa zwei Wochen entfernt, und ab dem ersten Tag wird das Gelenk bewegt. Sie ist keine Versteifung: Das Gelenk bleibt erhalten und beweglich.

